Aktuelle Möglichkeiten zur Behandlung
Fortschritte in der Medizin
Den Fortschritten der modernen Medizin verdanken wir die Möglichkeit, die Ursachen der ATTR-Amyloidose zu behandeln. Auch wenn es noch keine Heilung für ATTR-Amyloidose gibt, so kann der Verlauf der Krankheit bei rechtzeitiger Diagnose verlangsamt werden und die Lebensqualität länger erhalten bleiben.
Dafür stehen zwei Gruppen von Medikamenten zur Verfügung:
TTR-Stabilisatoren
Diese Medikamente stabilisieren das Transthyretin-Eiweiß (TTR) im Blut und reduzieren dadurch die Bildung von neuen Amyloidfasern.
Verhinderung der Bildung von TTR-Eiweiß
Diese Medikamente setzen direkt in der Leber an, wo das Transthyretin-Eiweiß hergestellt wird. Dadurch wird die Produktion des Proteins verringert, sodass weniger TTR ins Blut gelangt. Auch dadurch können sich deutlich weniger neue Amyloidfasern bilden.
Es gibt derzeit keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die beweisen, dass eine der beiden Methoden wirksamer ist.
ERGÄNZENDE THERAPIEN
Diese konzentrieren sich auf die Behandlung der durch die ATTR-Amyloidose verursachten Symptome. Diese treten in einzelnen Organen auf und erfordern spezifische medikamentöse Therapien. Beispiele dafür sind: Entwässerungsmedikamente, Medikamente zur Regulierung von Herzrhythmusstörungen, Blutverdünnung, etc.
Ein Blick in die Zukunft
Die Forschung zur ATTR-Amyloidose macht große Fortschritte. Neue Therapien können in Zukunft möglicherweise vorhandene Amyloidablagerungen abbauen oder die Entstehung neuer Ablagerungen verhindern. Erste Studienergebnisse sind vielversprechend und geben Hoffnung auf weitere Verbesserungen in der Behandlung.