In Bewegung bleiben
Bewegung - ein wichtiger Faktor für Vitalität
ATTR-Amyloidose kann dazu führen, dass Sie sich müde und schwach fühlen – als Folge dessen kann das Bedürfnis nach Bewegung nachlassen.
Dennoch gilt: Bewegen Sie sich so viel wie möglich und es Ihnen angenehm ist! Durch moderates Training bleiben Sie im Alltag leistungsfähiger.
Gleichzeitig stärkt Bewegung die Muskulatur und trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Für das Ausmaß gilt: es kommt nicht darauf an, was Sie früher alles tun konnten, sondern was sich jetzt gut anfühlt.
Das könnte Ihnen Freude bereiten
Walken und moderates Wandern sind ideal für das Herz-Kreislauf-System und können ganz unkompliziert an das eigene Tempo angepasst werden.
Training am Zimmerfahrrad: Eine sichere Variante bei Nervenproblemen in den Beinen, da das Sturzrisiko ausgeschlossen ist.
Schwimmen: Im Wasser werden die Gelenke entlastet. Achten Sie darauf, sich nicht zu überlasten. Beginnen Sie langsam, legen Sie ausreichend Ruhepausen ein und schwimmen Sie täglich nicht mehr als 20 Minuten.
Gleichgewichts- und Koordinations-Training: Stabilisierende Übungen aus Tai Chi, Qi Gong, Pilates oder Yoga können zum Beispiel helfen die Gangunsicherheit auszugleichen.
Entspannungsübungen
Informationen dazu finden Sie unter “Was tut mir gut”.
Neben dem Ausdauertraining (Gehen, Radfahren, Schwimmen) ist es wichtig, auch die Muskeln zu stärken. Lassen Sie sich dazu von PhysiotherapeutInnen beraten.
Das richtige Maß finden
Bewegung sollte Sie körperlich so fordern, dass Sie niemals völlig erschöpft sind. Ein guter Indikator ist folgendes: Wenn Sie in der Lage sind, sich während der Bewegung mühelos zu unterhalten, ist es ein gutes Zeichen, dass die Belastung angemessen ist.
Bei ATTR-Amyloidose kann Ihre verfügbare Energie von Tag zu Tag stark schwanken.
Akzeptieren Sie schlechte Tage, reduzieren Sie die Anstrengung auf ein Minimum – und versuchen Sie es an einem Tag an dem Sie sich besser fühlen, erneut.
Regelmäßige Gewichtskontrollen
Wenn Sie an zwei aufeinanderfolgenden Tagen plötzlich mehr als ein bis zwei Kilogramm zunehmen, ohne dass es dafür eine erkennbare Ursache gibt, kann dies ein Zeichen für Flüssigkeitseinlagerungen sein.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin darüber – möglicherweise ist ein entwässerndes Medikament (Diuretikum) bzw. eine Anpassung der Dosis erforderlich.
Fußmassagen und Stützstrümpfe
Selbst, wenn Sie ausschließlich bequemes Schuhwerk tragen, können Ihre Füße schmerzen. Es kann mit Flüssigkeitseinlagerungen zusammenhängen oder neurologische Ursachen haben. Bitte konsultieren Sie auf jeden Fall Ihren Arzt. Gegen die Beschwerden helfen manchmal Massagen, da sie die Durchblutung fördern.
Tipps für besseren Schlaf
- Oberkörper hochlagern: Wenn Sie unter Atembeschwerden oder Husten im Liegen leiden, nutzen Sie ein Keilkissen oder einen verstellbaren Lattenrost.
- Medikamenteneinnahme planen: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über den optimalen Zeitpunkt für die Einnahme von Medikamenten.
- Schnarchen und Schlafapnoe: Haben Sie im Schlaf Atempausen mit heftigem Luftschnappen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über die Möglichkeit einer Abklärung im Schlaflabor.